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Heimatverein Burgsteinfurt e.V.
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75 Jahre Heimatverein
Burgsteinfurt – Eine kurze Chronik |
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Am 13.03. 1927 fand
in Burgsteinfurt der 1. Münsterländische Heimattag des
Westfälischen Heimatbundes statt. Er wurde von dem zwei
Jahre zuvor gegründeten Gau Münsterland im Heimatbund
durchgeführt. Dass dieser Tag, der mit 136 Teilnehmern aus
dem ganzen Münsterland sehr gut besucht war, in
Burgsteinfurt stattfand, war sicherlich auf den Einsatz des
damaligen Bürgermeisters Emil Herberholz zurückzuführen, der
damit der Heimatbewegung in seiner Stadt einen starken
Anschub geben wollte. Die Veranstaltung fand ein sehr
positives Echo und bereitete dadurch den nächsten von
Herberholz geplanten Schritt vor.
Begleitet wurde
der Heimattag von einer Beilage des Steinfurter
Kreisblattes, in der der damalige Stadtarchivar Karl Döhmann
aus der Geschichte einiger alter Häuser von Burgsteinfurt
berichtete. In zunächst unregelmäßigen Abständen folgten
danach immer wieder Sonderseiten mit heimatkundlichen
Berichten, die soviel Anklang fanden, daß sie bald
regelmäßig unter dem Namen „Steinfurter Heimatbote“
erschienen und der Heimatbewegung ein unüberhörbares
Sprachrohr boten.
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Am 28. Juni 1927
rief der 1901 gegründete Verkehrsverein Burgsteinfurt seine
Mitglieder zu einer Versammlung zusammen, um ihr den
Vorschlag zu machen, den Namen in Verkehrs- und Heimatverein
Burgsteinfurt zu ändern. Dies sei sinnvoll, so führte der
damalige Vorsitzende, Bürgermeister Emil Herberholz, aus,
weil der Verein heute neben der Förderung von Verkehr und
Industrie auch die Heimatpflege, Heimatliebe und
Verschönerung des Stadtbildes zu seinen Aufgaben zähle. Der
Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Dieser Zeitpunkt, an
dem sich der Verkehrsverein Burgsteinfurt mit der
Wahrnehmung der Heimatpflege neue Aufgaben gab, ist der Tag,
den der Heimatverein Burgsteinfurt als den Beginn seiner
Tätigkeit ansehen kann.
Dem
vielversprechenden Neuanfang war aber nur eine kurze Blüte
beschieden. Schon im folgenden Jahr trat Bürgermeister
Herberholz vom Amt des Vorsitzenden des neu formierten
Vereins zurück. Er begründete dies neben Arbeitsüberlastung
damit, „dass die vielseitigen und uneigennützigen, dem Wohle
der Stadt gewidmeten Bestrebungen des Verkehrs- und
Heimatvereins bei weitem nicht die Unterstützung der
Bürgerschaft gefunden haben, die der Verein wohl verdient
hätte.“ Als Nachfolger von Herberholz wurde Kreisbaurat
Gustav Hübner gewählt, der von dem Syndikus Dr. Honigmann
vertreten wurde.
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Im November 1928
fand der erste vom Verkehrs- und Heimatverein gestaltete
Heimatabend statt. Obwohl der Besuch nur mäßig war, konnte
auf diese Weise eine Tradition begründet werden, die bis in
unsere Tage erfolgreich weitergeführt wurde. Es kann den
Verein mit großer Freude erfüllen, dass er einen solchen
Heimatabend auch als Teil der Festwoche zum Jubiläum
anbieten kann. Die ersten Veranstaltungen fanden im Saal des
Ludwigshauses statt und über ihren Inhalt wird so berichtet:
„Humorvolle plattdeutsche Vorträge, prächtig, vorgetragen,
wechselten ab mit reizenden, lustigen und graziösen
Volkstänzen unserer Jugend und mit anerkennenswert
künstlerisch ausgeführten Musikvorträgen eines kleinen
Streichorchesters“.
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Am 28. März 1930
wurde nach dem Rücktritt von Kreisbaurat Hübner der
Landwirtschaftsrat Borgerding zum ersten Vorsitzenden
gewählt.
Bereits 1930 hatte der Verkehrs- und Heimatverein eine
besondere Kommission für den Blumenschmuck eingesetzt, die
bei dem Wettbewerb die Häuser und Vorgärten besichtigten und
die zur Verfügung gestellten Preise verteilten. Ziel war es,
das Stadtbild, insbesondere an den Hauptstraßen zu
verschönern und für Reisende ansprechend zu gestalten.
Bereits zu dieser Zeit bestand in dieser Sache eine
Zusammenarbeit mit dem Obst- und Gartenbauverein. Die
Tradition des Blumenschmuckwettbewerbs die verbindet
Heimatpflege und Verkehrsförderung in idealer Weise.
Ebenfalls 1930 ließ der Verkehrs- und Heimatverein unter der
Rotbuche am Eingang des Bagno eine Ruhebank aufstellen. Das
Engagement, das der Heimatverein auch heute noch dem Bagno
und seiner Weiterentwicklung durch die Regionale
entgegenbringt, hat also schon sehr frühe Wurzeln in der
Tradition des Vereins. Das Aufstellen von Ruhebänken machte
sich der Verein im weiteren Verlauf sehr zu eigen, so dass
1934 bereits 20 Stück ihren Platz im Ort gefunden hatten.
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Ende Juni 1931
reisten 70 Personen auf Einladung des Verkehrs- und
Heimatverein nach Enschede und verlebten dort einen
interessanten Tag. Mit dieser erfolgreichen Reise begann die
die Reihe von Fahrten, die die Mitglieder des Heimatvereins
bis heute aus ihrer engeren Heimat herausführten, um sie mit
den Schönheiten des Münsterlandes und Westfalens bekannt zu
machen. Diese Fahrt fand soviel Anklang, dass man 1932
bereits drei Fahrten in die Baumberge, nach Bentheim und
nach Bad Rothenfelde unternahm. Seitdem ist dieses Angebot
aus dem Spektrum des Heimatvereins nicht mehr wegzudenken.
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Am 12. Mai 1933
wurde der 1932 neu gewählte Bürgermeister Dr. Walter
Schumann, der durchaus als strammer Nationalsozialist zu
gelten hat, zum neuen Vorsitzenden des Verkehrs- und
Heimatvereins gewählt. Durch eine neue Satzung erhielt der
Verein auch einen neuen Namen: „Heimat- und Verkehrsverein
für Stadt und Amt Burgsteinfurt“. Das Heimatliche sei das
Primäre, so wurde betont, habe man eine schöne Heimat, so
ergäben sich daraus von selbst die Bestrebungen um
Verkehrsverbesserung und Verkehrsförderung.
Dr. Schumann entwickelte als Bürgermeister große Aktivitäten
zur Hebung des Fremdenverkehrs, der ihm ein wichtiges
wirtschaftliches Standbein für die Stadt zu bieten schien.
Er sorgte auch dafür, dass der Verein nunmehr im NS-Geist
geführt werden sollte. Die ein Jahr nach seiner Wahl
beschlossene und von ihm im Sinne des Führerprinzips
geänderte Satzung des Vereins begann mit den Worten: „Der
Verein will die heimatliche Natur und Kultur pflegen, für
die Verschönerung von Stadt und Amt Burgsteinfurt nach
Kräften Sorge tragen, die Idee der nationalsozialistischen
Volksgemeinschaft und Bodenverbundenheit in treue Obhut
nehmen und sich für die Verbreitung dieser Gedanken
einsetzen, um die Liebe zur Heimat, zu Volk und Vaterland in
seinem Wirkungskreis zu festigen und zu fördern.“ Es
versteht sich von selbst, dass spätere Satzungen nur einen
Teil dieser Verpflichtungen übernahmen.
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Seit 1934 erschien
der Steinfurter Heimatbote auf Initiative des Heimat- und
Verkehrsverein in neuer Form, die eine bessere getrennte
Sammlung erleichtern sollte. Die redaktionelle Arbeit wurde
vom Verein in großem Umfang getragen.
1935 machte sich der Verein u.a. zur Aufgabe, das „Süße
Brünnchen“ im Bagno wiederherzustellen und den Ausbau der
Bagnowirtschaft zu fördern. Im gleichen Jahr wurde die
Eingliederung (Gleichschaltung) des Vereins in die
nationalsozialistische Kulturgemeinde, die vom
NS-Kreiskulturwart, Dr. Friedrich Castelle, gefordert wurde,
diskutiert, jedoch nicht vorgenommen. Ein Jahr später wurde
festgelegt, dass der Verein seine Selbständigkeit behalten
sollte, die Veranstaltungen von Musik, Volkstum und Heimat,
Theater usw. jedoch durch die Kulturgemeinde organisiert
werden sollten. Dafür habe der Heimat- und Verkehrsverein
einen Beitrag von 10 Pf. je Mitglied zu überweisen. Die
Bearbeitung von Verkehrsangelegenheiten sollte künftig durch
die Stadtverwaltung erfolgen. Damit war zumindest eine
weitgehende Kaltstellung des Vereins erfolgt. Bereits 1937
stellte der Vorsitzende des Vereins jedoch fest, dass diese
Regelung „dem Heimatgedanken und damit dem Verein nicht
ganz dienlich ist“, und empfahl, künftig wieder eigene
Veranstaltungen durchzuführen. Gleichzeitig bemühte er sich
jedoch erfolgreich darum, Vertrauensleute von
NS-Organisationen wie der Hitlerjugend oder der Deutschen
Arbeitsfront, in die Vorstandsarbeit einzubinden.
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Im Dezember 1939
ruft der Verein zusammen mit der Stadtverwaltung dazu auf,
den zum Heeresdienst eingezogenen Burgsteinfurtern ein
kleines Feldpostpaket zu Weihnachten zu übersenden. Auch in
den nächsten Kriegsjahren wird entsprechend verfahren.
Andere Aktivitäten führt der Verein in dieser Zeit nicht
durch. Mit Kriegsende ruht auch die Vereinsarbeit.
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Obwohl der Landrat
bereits im Oktober 1945 wieder zur Heimatarbeit aufrief,
sprach sich der städtische Beirat im Oktober des Jahres
gegen eine Neubelebung des Heimatvereins aus, „da im
Augenblick dringendere Aufgaben zu lösen sind“. 1946
versuchte Kreisheimatpfleger Herberholz, die Heimatbewegung
auf Kreisebene wiederzubeleben, doch erst Anfang 1947 kam es
zu einer Tagung mit Vertretern der Heimatvereine des
Kreises, darunter auch aus Burgsteinfurt. Am 27.04.1947 fand
schließlich die erste Generalversammlung des Heimatvereins
nach dem Kriege im Parkhotel Möller statt. Den Vorsitz
übernahm zunächst der frühere Vorsitzende Emil Herberholz,
da Dr. Schumann wegen der notwendigen Entnazifizierung nicht
mehr zur Verfügung stand.
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Schon bald setzte
sich der Verein für die Eingliederung der Vertriebenen aus
den Ostgebieten, indem er z.B. 1947 einen Schlesierabend
veranstaltete.
Weiterhin werden Stadtführungen durch den
Verein vorgenommen, für die Hermann Kaul gewonnen werden
konnte.
Trotz intensiver Bemühungen gelang es dem
Vorsitzenden Herberholz nach seiner Ansicht nicht
ausreichend, die Vereinsarbeit in der Bevölkerung und in der
Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zu beleben. Er
legte daher am 25.07.1949 den Vorsitz nieder. Dabei wird
sein hohes Alter eine große Rolle gespielt haben.
Nachdem
Dr. Kasemeyer, der allgemein als der am besten geeignete
Nachfolger angesehen wurde, jedoch wegen seiner
Arbeitsbelastung den Vorsitz nicht übernehmen konnte, den
Verein übergangsweise geführt hatte, wurde Hermann Kaul am
14.11.1949 zum neuen Vorsitzenden gewählt. Bürgermeister a.D.
Emil Herberholz wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Im gleichen Monat erschien die erste Ausgabe des Steinfurter
Heimatboten wieder. Die Redaktion hatte der frühere
Kreiskulturwart, Dr. Friedrich Castelle, übernommen. An
seiner Seite stand Frau Kasemeyer.
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Dr. Erich Kasemeyer |
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Über das erste
reguläre Vereinsjahr nach dem Kriege berichtete Hermann Kaul
auf der Jahresgeneralversammlung am 19.2.1951: „Wir haben
Besucher in mehr als 50 Führungen, deren Last auf nur
wenigen unserer Vorstandsmitglieder lag, in persönlicher
Fühlungnahme an die Schönheiten der ‚Perle des
Münsterlandes‘ herangebracht... Wenn unsere holländischen
Freunde in der Zahl der Besucher ganz besonders hervorragen
– wir haben fast 5000 geführt –, so erfüllt uns das mit
besonderer Freude... Der Vorstand gemeinsam mit dem Beirat
tagte neunmal in drei- bis vierstündigen Besprechungen.
Fragen der Heimat, des Kulturellen, der Werbung und des
Verkehrs wurden in eingehender Aussprache behandelt und die
wesentlichen Ergebnisse der Mitgliederversammlung
unterbreitet. Ging diese Arbeit von der Öffentlichkeit
weniger beachtet vor sich, so darf die Tatsache des
ausgezeichneten Besuches der sechs öffentlichen
Mitgliederversammlung und der zwei Autofahrten als
unumstößlicher Beweis dafür angesehen werden, dass unsere
Ziele bei breiten Bevölkerungsschichten wesentlichem
Interesse begegneten, nahmen doch an diesen Veranstaltungen
insgesamt fas 2000 Mitbürger teil. Vorträge aus der
Geschichte der Stadt, über unsere Straßennamen, über
Bauernhaus und Bauernkultur, über Jugend und Gartenbau, über
die Gestaltung unserer Friedhöfe, über den Wiederaufbau an
der Flintenstraße, über die Siedlung am Wasserturm stellten
Probleme des Heimatlichen in den Vordergrund. Die
Gemeinschaftsfeier ‚Ost und West in Wort und Lied‘ führten
beide Kulturkreise auf die eine gemeinsame Ebene: Wie schön
ist unsere Heimat, wie tief lieben wir sie.“
In der gleichen
Sitzung beschloss der Verein eine neue Satzung, die die
nationalsozialistische von 1934 ersetzte. Getrennt in die
beiden Aufgabenbereiche Heimatverein und Verkehrsverein
legte die Satzung zeitgemäße Ziele fest, wobei die
Heimatpflege eindeutig im Vordergrund stand. Nach
Genehmigung der Satzung wurde der Verein 1951 in das
Vereinsregister eingetragen.
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Die
Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Heimat- und Verkehrsverein“
am 28.09.1951 fand großen Anklang. Im Zentrum des Abends
stand die Vorführung einer Lichtbildreihe „Burgsteinfurt,
wie es war und wie es heute ist“, die von den Herren Bercks
und Kiepker zusammengestellt worden war.
Im gleichen Jahr wurde erstmals seit dem Krieg wieder eine
Blumenschmuckkommission in Zusammenarbeit mit dem Obst- und
Gartenbauverein gebildet, die 1952 erstmals Dankschreiben an
besonders vorbildliche Eigentümer versandte. Seit dieser
Zeit gehörte der Leiter des Kreislehrgartens, Hermann Greiwe,
zum Beirat des Vereins. Zu einer Prämierung kam es dann seit
1953, nachdem die Vereine und die Stadt einige Sachpreise
zur Verfügung gestellt hatten.
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Schon im Frühjahr
1951 hatte der Verein eine erste Wanderung in die nähere
Umgebung angeboten, die regen Zuspruch fand. Seit 1954 wurde
diese Wanderungen unter der Leitung von Fritz Hilgemann
immer wieder angeboten. Die Frühjahrswanderung wurde fest
auf den Karsamstag verlegt und bildet unter der Führung von
Hans Raeker bis heute traditionell einen Fixpunkt im
Veranstaltungsprogramm des Heimatvereins.
Besondere Beachtung fanden in diesen Jahre die Berichte, die
Stadtdirektor Heinrich Naber regelmäßig bei den
Versammlungen des Heimat- und Verkehrsvereins gab. Er
stellte die Planungen der Stadt vor, berichtete über
stattgefundene Veränderungen und nahm auch Beschwerden und
Anregungen der Bürger auf. Auf diese Weise nahm der Verein
regen Anteil am aktuellen Geschehen in der Stadt.
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Im Jahr 1955 fand
der erste Schnatgang des Heimat- und Verkehrsvereins statt,
an dem die Stadtgrenze in mehreren Abschnitten erwandert
wurde und so mit ihren Markierungen wieder in das Bewusstsein
der Bevölkerung gerückt wurde. Auch die erste der
Wasserburgenfahrten, die in den folgenden Jahren jeweils
großen Anklang fanden, wurde unter Leitung des damaligen
Stadtarchivars Fritz Hilgemann durchgeführt. Am 4. 9.1955
fand schließlich mit Fritz Hilgemann die erste sog.
Päddkesfahrt statt, eine Fahrradtour auf den kleineren Wegen
unserer Heimat. Die Tradition dieser Fahrten wird bis heute
vom Heimatverein in der Person von Hans Raeker sehr rege
gepflegt. Ebenfalls 1955 startete der Verein eine
Ruhebankaktion, in deren Verlauf bis 1957 zwanzig neue Bänke
aufgestellt werden konnten.
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Die Auszeichnung
der örtlichen Wanderwege wurde 1958 durch drei Heimatfreunde
vorgenommen, die über 40 km Wanderstrecken rund um
Burgsteinfurt bearbeiteten.
1958 richtete Stadtarchivar Fritz Hilgemann im Alten Rathaus
eine Heimatstube ein, in der ein Teil der Heimatsammlung
gezeigt wurde. Diese Sammlung war bereits um 1910 durch den
Bürgermeister Herberholz begonnen worden und hatte schon in
der Vorkriegszeit manchen Zuwachs erfahren. Seit Mitte der
50er Jahre konnte Fritz Hilgemann durch gezielte
Sammelaktionen, insbesondere in den Bauerschaften, sehr viel
zusätzliches Material für die Heimatsammlung erwerben. Da im
Alten Rathaus die Räumlichkeiten dafür nicht ausreichten,
begannen 1960 Bemühungen durch den Verein, ein Heimatmuseum
für Burgsteinfurt einzurichten. Immer wieder wurden Objekte
vorgeschlagen, die für eine Unterbringung in Betracht kamen.
Es sollte jedoch bis 1987 dauern, bis das Museum endlich im
sog. Behördenhaus an der Ecke Flintenstr./An der Hohen
Schule eröffnet werden konnte.
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Bilder von der Vorstandssitzung des Heimatvereins am
06.03.1960 |
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Am 27.01.1962 fand
in der Gartenwirtschaft Teepe das erste
Buchweizenpfannkuchenessen des Vereins statt. Die von Frau
Teepe unter Mithilfe der Ehefrauen der Beiratsmitglieder
Greiwe und Hilgemann sowie Erna Menke auf verschiedene Arten
zubereiteten Kuchen, die in Verbindung mit heimatlichen
Beiträgen angeboten wurden, schmeckten den Heimatfreunden so
sehr, dass diese Veranstaltung bis heute in ungebrochener
Tradition beibehalten wird. Schon 1963 wurde das
Buchweizenpfannkuchenessen als sog. Küeraobend gestaltet, in
dem die Heimatfreunde in zwangloser Form heimatliche Themen
diskutierten.
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Hermann Kaul
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In der Generalversammlung am 10.12.1963 legte Hermann Kaul
aus Altersgründen den Vorsitz des Vereins nieder. Er wurde
zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Während seiner Amtszeit war
die Mitgliederzahl des Vereins von 170 im Jahre 1949 auf 350
im Jahre 1963 gestiegen.
Zu seinem Nachfolger wurde Dr.
Karl-Ferdinand Mey gewählt.
In der Folgezeit veranstaltete – vor allem unter der Führung
von Fritz Hilgemann – der Verein zahlreiche Wanderungen,
Radtouren und Autobusfahrten in die nähere und weitere
Umgebung von Burgsteinfurt. Diese Veranstaltungen zeigten
immer regen Zuspruch und festigten die Stellung des
Heimatvereins in der Bevölkerung sehr.
Die Mitgliederzahl
konnte auf diese Weise ständig gesteigert werden. Die
zunehmende Inanspruchnahme Hilgemanns durch Aufgaben
innerhalb der Stadtverwaltung führten Ende der 60er Jahre zu
einem Rückgang der Veranstaltungen, der sich auch in einem
Rückgang der Mitgliederzahlen bemerkbar machte. |
Der letzte Blumenschmuckwettbewerb fand im Jahre 1969 statt.
Durch den zunehmenden Wohlstand waren immer mehr Bürger
bereit und in der Lage, ihre Grundstücke mit gärtnerischem
Schmuck zu versehen. Die Fülle des Angebotenen, aber auch
Zurechnungsschwierigkeiten, veranlaßten die beiden Vereine
zur Aufgabe dieses traditionellen Wettbewerbs.
Auf der Jahreshauptversammlung am 4. Dez. 1969 wurden die
ersten Weichen zu einer Aufteilung des Vereins gestellt. Der
Beirat erhielt eine besondere Sektion Verkehrsverein, an
deren Spitze der stellvertretende Vorsitzende, Spediteur
Heinrich Rummeling, trat. Für diese Sektion wurden acht bis
zehn Mitglieder aus dem Einzelhandel, den Geldinstituten und
der Gastronomie vorgesehen. Der Vorsitzende plädierte für
die Herausnahme der künftigen Verkehrsaufgaben aus dem
Bereich der Stadtverwaltung. Künftig solle im Alten Rathaus
ein Verkehrsbüro eingerichtet werden. Die Versammlung
ermächtigte den Vorstand entsprechende Vereinbarungen mit
der Stadtverwaltung zu treffen.
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Am 19.10.1970 wurde mit der regelmäßigen Veranstaltung von
Küeraobenden begonnen. Neben Berichten über durchgeführte
Wanderungen standen auch Diskussionen über aktuelle Fragen
der Stadtentwicklung auf dem Programm. Aber auch heimatliche
und niederdeutsche Beiträge fehlten nicht. Die Abende
sollten künftig monatlich abgehalten werden; dies gelang
jedoch nicht durchgängig. Die Leitung der Küeraobende
übernahm zunächst Josef Bercks, seit 1973 war Erna Menke
sein Nachfolger. Die Wanderungen und Fahrten wurden in
dieser Zeit durch Werner Walterbusch und Hans Raeker
geführt.
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Auf der Hauptversammlung am 18.02.1972 legte Dr.
Karl-Ferdinand Mey sein Amt als Vorsitzender nieder. Zu
seinem Nachfolger wurde Bankdirektor Friedrich David
gewählt. Günther Hilgemann wurde sein Stellvertreter.
Zentrales Thema der Amtszeit von Friedrich David wurde das
Heimatmuseum. Immer wieder wurden Gespräche mit Politikern,
Bürgern und Vertretern der Verwaltung geführt, um der
Verwirklichung dieses Ziels des Vereins näher zu kommen.
Erst 1981 konnte mit dem sog. Behördenhaus der endgültige
Standort für das Museum gefunden werden.
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Die große Zahl der Veranstaltungen, Wanderungen und Fahrten
führte dem Verein ständig neue Mitglieder zu. So wurde 1977
die Zahl von 450 erreicht und im Juni 1982 konnte das 500.
Mitglied aufgenommen werden.
1977 fand die letzte der sog. Frankenfahrten des Heimat- und
Verkehrsvereins statt, die von Fritz Hilgemann geleitet
wurden und diese reizvolle deutsche Landschaft den
begeisterten Teilnehmern nähergebracht hatten.
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Die erste Pättkesfahrt mit Heimatabend auf Juist führte
Werner Schroer im September 1978 durch. 51 Heimatfreunde
nahmen daran teil. In den folgenden Jahren wurde diese Fahrt
wegen des großen Erfolgs regelmäßig unternommen. 1991 fand
sie zum letzten Mal statt.
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Auf der Jahreshauptversammlung am 06.05.1980 wurde
beschlossen, den Namen des Vereins zu ändern in
„Heimatverein Burgsteinfurt e.V.“. Diese Änderung war
notwendig geworden, da 1979 der Verkehrsverein Steinfurt
gegründet worden war, der nunmehr für die Gesamtstadt die
Aufgabe der Verkehrsförderung übernahm.
Nach dem Tod von Josef Bercks wurde der Steinfurter
Heimatbote zunächst eingestellt.
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Im Oktober 1981 übernahm Ernst Behrning die Leitung der
Küerabende. Er brachte 1982 die Restaurierung der Hollicher
Mühle als mögliche Aufgabe des Vereins ein, musste aber
erkennen, dass die Museumseröffnung als wesentlich ältere
vorrangig zu verwirklichen sei. Seit diesem Jahr wurde –
besonders durch Oskar Prinz zu Bentheim und Steinfurt –
intensiv an der Vorbereitung der Eröffnung des Museums
gearbeitet. Ab 1984 unterstützte ihn dabei Stadtarchivar
Hans-Walter Pries auch als Beiratsmitglied.
Durch den Küer-Baas des „Plattdütsken Krink“, wie sich die
regelmäßigen Gäste der Küerabende jetzt nannten, Ernst
Behrning, wurde mehrere Herdfeuerabende veranstaltet, auf
denen Neujahrskuchen gebacken wurden.
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1983 versuchte Ernst Behrning, den Steinfurter Heimatboten
wieder aufleben zu lassen. Nach wenigen Ausgaben mußte er
jedoch wegen fehlender Beiträge sein Erscheinen endgültig
einstellen.
1984 arbeitete Gottfried Bercks einen Rundweg für Radfahrer
um Borghorst und Burgsteinfurt aus und markierte die 45 km
selbst.
1985 organisierte Ernst Behrning in Zusammenarbeit mit dem
Heimatverein Horstmar eine Osterausstellung, die so guten
Anklang fand, dass sie seitdem regelmäßig durchgeführt wird.
An der Ausrichtung des Osterfeuers 1986 beteiligte sich der
Heimatverein zum ersten Mal.
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Im Jahre 1987 machte Ernst Behrning erstmals den Vorschlag,
eine Renovierung der Niedermühle durchzuführen, damit der
Heimatverein ein eigenes Domizil vorweisen könne. Mit
Rücksicht auf die laufenden Vorbereitungen für das Museum
wurde dieser Vorschlag zunächst zurückgestellt.
Am 10.12.1987 konnte endlich das Heimatmuseum feierlich
eröffnet werden. Dem Heimatverein, der in einem
Organisationsvertrag mit der Stadt die Betreuung des Museums
übernommen hatte, gelang es zwar nicht, Prinz Oskar
dauerhaft für die Leitung des Museums zu gewinnen. Die
engagierte Betreuung der Besucher übernahmen dafür die
Heimatfreunde Frau Wellmeyer und Herr Kortemeyer sowie –
zunächst vertretungsweise, heute ständig – Frau Villnow. In
den Jahren 1994-2001 wirkte Werner Walterbusch mit großem
Einsatz bei der Betreuung mit. Ihm ist es auch zu verdanken,
dass die ehem. Schuhmacherwerkstatt Teupen/Quast in das
Museum eingebracht werden konnte.
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Am 26.10.1988 trat Friedrich David aus gesundheitlichen
Gründen als Vorsitzender zurück. Die Geschäfte nahm zunächst
der 2. Vorsitzende, Günther Hilgemann, wahr, der am
22.02.1989 auch zum Vorsitzenden gewählt wurde.
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Der große Heimatabend, der unter dem Motto „So klingt’s bi
uns in Stemmert“ am 27.10.1989 im Martin-Luther-Haus
stattfand, war ein großer Erfolg. Unter Leitung von Ernst
Behrning traten Musik- und Tanzgruppen auf. Neben
plattdeutschen Darbietungen waren das Dreschen und vor allem
ein Hochzeitszug mit Hochzeitsbitter die Höhepunkte des
Abends.
Am 31.12.1989 hatte der Verein 615 Mitglieder.
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Für das Jahr 1990 legte der Heimatverein sein erstes
Jahresprogramm vor, das seitdem regelmäßig die
Veranstaltungen des Vereins zusammenfasst und der Bevölkerung
bekanntmacht. Das Osterfeuer wurde mit Beiprogramm
wesentlich vom Heimatverein gestaltet. Die
Ganztagsradfahrten wurden ebenso fortgesetzt wie die
Wasserburgenfahrten. Im September fand an der Hollicher
Mühle ein Drachenflugturnier statt, im Oktober ein
Brotbacken auf dem Hof Greiwe in Sellen. Beide
Veranstaltungen werden in den Folgejahren regelmäßig
angeboten .
Zu Beginn des Jahres 1990 bildet sich unter der Führung des
neuen Schriftführers Wolfgang Lübbers eine Gruppe zur
Betreuung des Stadtmuseums. In der Folgezeit arbeitete sie
eine Reihe von Texten aus, die das Informationsangebot des
Museums verbesserten.
Ende der 80er Jahre hatte sich unter Ute Kolk eine
Kindergruppe gebildet, die zunächst sehr gut angenommen
wurde. Nachdem Ute Kolk ausscheiden mußte, wurde die Gruppe
von einem Team von sieben Personen geleitet, die 1990 ein
reichhaltiges Programm boten. In den folgenden Jahren wuchs
die Gruppe dank des Engagements von Annegret Arning sehr
an. 1997 musste sie aus Personalgründen leider eingestellt
werden.
Eine Reihe von Veranstaltungen, die zum Thema
„Denkmalpflege“ angeboten wurden, fanden dagegen nur wenig
Resonanz.
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Ende des Jahres 1990 beschließt der Verein, sich für die
Wiederherstellung des Süßen Brünnchens im Bagno einzusetzen.
Im Lauf der weiteren Planungen ergibt sich jedoch, dass die
dafür notwendigen Arbeiten die Kräfte des Heimatvereins
überschreiten. Ebenso konnte hinsichtlich der nicht
unbeträchtlichen Kosten keine Finanzierung erschlossen
werden.
Ende 1990 nimmt der Verein das Projekt Niedermühle
nachhaltig in Angriff. Nachdem 1992 mit dem Eigentümer ein
Mietvertrag über 25 Jahre geschlossen wurde, konnten
verschiedene Finanztöpfe angezapft werden. Die Mitglieder
wurden zu einer jährlichen Sonderspende aufgerufen, die bis
zur Eröffnung gezahlt wurde. 1995 konnten dann Handwerker im
Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ihre Tätigkeit
aufnehmen. Am 27.04.1996 konnte schließlich die Einweihung
gefeiert werden.
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Am 23.04.1991 trat der Arbeitskreis zur Vorbereitung einer
Festschrift zum Jubiläum „650 Jahre Stadtrechte
Burgsteinfurt“ erstmals zusammen. Nach vielen
konzeptionellen Erwägungen wurde schließlich beschlossen,
die im Steinfurter Heimatboten vorliegenden Beiträge zur
Stadtgeschichte redaktionell zu überarbeiten und zu einem
Festbuch zusammenzustellen. Das Buch konnte rechtzeitig zum
Jubiläum 1997 fertig gestellt werden. Wahrscheinlich wegen
des hohen Preises fand es jedoch nicht die erhoffte
Käuferzahl.
Im gleichen Jahr stellten Willi Alff und Gottfried Bercks
ihre Schrift über Spieker in Burgsteinfurt vor, die in der
städtischen Reihe der Steinfurter Schriften erschien.
Am ökumenischen Pfarrfest beteiligte sich der Heimatverein
mit einer Hand getriebenen Münzpresse, die großen Anklang
fand. Der Stand auf dem Stadtfest wurde dagegen nicht gut
angenommen. Nach dem Erntedankfest wurde wiederum von vollem
Erfolg gesprochen.
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Das Stadtmuseum konnte 1993 durch die Aufstellung eines
Bagno-Modells bereichert werden, das auf Initiative und auf
Grund von Forschungen von Wolfgang Lübbers erstellt werden
konnte. Die Finanzierung erfolgte aus Museumsmitteln.
Nach intensiven Vorbereitungen in Verbindung mit der
Kreisverwaltung begann eine Gruppe um Willi Alff und
Gottfried Bercks 1993 mit der Wiederaufstellung von
Schnatsteinen. In den Folgejahren wurden auch wieder die
Schnatgänge aufgenommen, bei denen die einzelnen Steine
besichtigt wurden.
Zum Stadtfest 1993 ließ der Verein die Übersichtskarte zur
Urkatasterkarte von 1828 drucken, die ca. 200mal verkauft
werden konnte.
Im November 1993 beginnt der Verein mit der Veranstaltung
von sog. „Herdfeuerabenden“, die im Kötterhaus im
Kreislehrgarten stattfinden. Die Abende stehen jeweils unter
einem Generalthema, unter dem historische und volkstümliche
Bräuche und Gegebenheiten vorgestellt werden. Sie finden
jeweils sehr großen Anklang.
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Der Tod des Beiratsmitglieds Ernst Behrning am 13.04.1994
stellt die weitere Fortführung der Küerabende zunächst in
Frage. Auf Grund seiner vielfältigen Kontakte und seines
unermüdlichen Einsatzes war es ihm gelungen, in jedem Monat
ein neues Thema vorzustellen und Referenten dafür zu finden.
Unter der Führung von Heinz Epker werden die Küerabende
künftig 3-4 Mal im Jahr durchgeführt.
Für das ökumenische Pfarrfest 1994 finanzierte der
Heimatverein einen Kalender mit Burgsteinfurter Motiven, der
gut verkauft wurde.
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Da der sog. Posten 23 an der Bahnstrecke nach Gronau in
Sellen von der Bundesbahn abgebrochen werden sollte,
beschloss der Heimatverein die Rettung dieses
Bahnwärterhäuschens. Da der Erhalt an gleicher Stelle nicht
möglich war, wurde das Gebäude 1998 an die frühere
Kleinbahnstrecke nach Metelen versetzt, wo sie den
Radfahrern Gelegenheit zu einer Pause gibt. Die Einweihung
konnte am 19.09.1999 gefeiert werden. Dieses Projekt war die
erste Aufgabe der Werkgruppe des Heimatvereins, die sich am
9.10.1996 erstmals im dafür hergerichteten Keller der
Niedermühle traf. Dort finden sich vor allem ältere
Handwerker zusammen, die noch gemeinnützig tätig sein
wollen.
In der Jahreshauptversammlung am 17.03.1998 erklärt Günther
Hilgemann seinen Rücktritt als 1. Vorsitzender. Er hat sich
große Verdienste vor allem um die Realisierung der
Niedermühlen-Restaurierung erworben. Zu seinem Nachfolger
wurde Hermann Hüging gewählt.
Zu Beginn des Jahres 1998 traf sich erstmalig die
Frauengruppe des Heimatvereins, die unter der Leitung von
Hannelore Raeker einen großen Aufschwung nahm. Ähnlich wie
an den Küerabenden werden dort vielfältige Themen
angesprochen, die keineswegs immer frauenspezifisch sind.
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Im Februar 1999 musste Hermann Hüging aus gesundheitlichen
Gründen von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurücktreten. In
der Hauptversammlung am 27.04.1999 wurde der bisherige
Schatzmeister, Hermann Lindhof, zu seinem Nachfolger
gewählt.
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Im Jahr 2001 konnte der Internetauftritt des Heimatvereins
realisiert werden, der seitdem mit einer Homepage dort
vertreten ist.
Auf Initiative von Gottfried Bercks traf sich im September
2001 unter der Leitung von Stadtarchivar und Beiratsmitglied
Hans-Walter Pries erstmalig ein heimatgeschichtlicher
Arbeitskreis, Er beschloss, künftig vor allem das ältere
Handwerkswesen in der Stadt zu thematisieren. Es finden
jährlich drei bis vier Veranstaltungen statt, die guten
Zuspruch finden.
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Der Festakt zum 75jährigen Bestehen des Vereins findet am
8.11.2002 in der Konzertgalerie im Bagno statt. |
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Text:
Hans-Walter Pries
Fotos:
Heimatverein Burgsteinfurt |
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