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Übersicht unserer Aktivitäten

Kubendorff hat Spuren hinterlassen

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 7. Mai 2019, 11:38 Uhr in Allgemein.

Mit einem Weinpräsent bedankte sich Hannelore Raeker im Namen des Frauentreffs bei Thomas Kubendorff für seinen Vortrag. Foto: Hilgemann

Thomas Kubendorff goss vor den Damen des Frauentreffs vom Burgsteinfurter Heimatverein in der Niedermühle ein wahres Füllhorn seines politischen Schaffens als Landrat des Kreises Steinfurt aus. In den 16 Jahren seiner Amtsperiode hinterließ Kubendorff unverwechselbare Spuren im zweitgrößten Kreis von NRW. Er erinnerte an zahlreiche alltäglich gewordene Einrichtungen und Entwicklungen wie die Regionale, den Radwegeausbau, den Lückenschluss der B54 oder die Sicherung des Klosters Gravenhorst als kulturelles Zentrum des Kreises. Wichtige wirtschaftliche Fragen und Sorgen wurden im Kontext mit den Beteiligten und Betroffenen zu tragbaren Lösungen entwickelt. So fiel in seine Amtszeit die Diskussion um die Startbahnverlängerung am FMO, den Ausbau der Steinfurter Fachhochschule mit den Gründerzentren, die Verbesserung der Taktzeiten im Schienenverkehr oder die Sicherung der Grundwasserqualität. Auch nach seinem Abschied aus der aktiven Politik im Herbst 2015 sieht sich Kubendorff als Nachhaltigkeitsbotschafter. Ehrenamtlich stellt er weiter sein umfangreiches Fachwissen in den Dienst der Allgemeinheit. Seine Verbundenheit zu seiner Wahlheimat Steinfurt lässt sich an seinem körperlichen Einsatz bei der Freibadsanierung und in seiner Mitgliedschaft im Burgsteinfurter Heimatverein ablesen. Hannelore Raeker bedankte sich bei Thomas Kubendorff mit einem Weinpräsent.

Abendradtour zum Golfhotel

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 1. Mai 2019, 11:04 Uhr in Allgemein.

Am 2. Mai (Donnerstag) unternimmt der Heimatverein eine Abendradtour zum Golfhotel des Gutes Winterbrock in Mesum. Treffpunkt der Radler ist um 16 Uhr am Blumenhaus Blumenwiese, Ochtruper Straße.  Auch Nichtmitglieder können mitradeln.

Bauerschaften im Wandel - Ausstellung eröffnet

Verfasst von R.Menebröcker, Freitag, 26. April 2019, 12:11 Uhr in Allgemein.

„500 Jahre - Zeitenwechsel – Schützenwesen – Traditionen der Bauerschaften Sellen und Veltrup“ ist eine Ausstellung überschreiben, die am 24. April vor zahlreichen geladenen Gästen im Stadtmuseum eröffnet wurde. „Den Sellen-Veltrupern ist es gelungen, dieses halbe Jahrtausend in einer Art zu dokumentieren, die ihresgleichen sucht“, so die Vorsitzende des Heimatvereins, Dr. Barbara Herrmann. Im Buch zum Jubiläum wurde die Geschichte der beiden Bauerschaften in Wort und Bild festgehalten. Herrmann gratulierte nicht nur zum Jubiläum, sondern sprach den am Buch Beteiligten ein großes Dankeschön für den äußerst gelungenen Eckpfeiler regionaler Geschichte aus. Der rund 500 Seite starke Band kann im Museum eingesehen werden.

Hermann Lünnemann, der das Konzept erarbeitet und maßgelblich für den Aufbau der Ausstellung gesorgt hatte, konnte nicht selbst die verschiedenen Exponate erläutern, da er kurzfristig erkrankt war. Für ihn übernahm Norbert Schröder die Führung durch die Ausstellung und wurde dabei vom 93-jährigen Eberhard Sundermann unterstützt.

Blickfang im Eingangsbereich des Museums ist ein Pflug, der sowohl von Hand als auch von Pferden gezogen werden kann. Eine Karte mit den Namen der Höfe, der technische Wandel in der Landwirtschaft, der Hausbau und die Pflege des Brauchtums sind weitere Themenfelder. Der zweite Vorsitzende Hans Knöpker dankte allen Leihgebern, die zum Erfolg der Ausstellung beigetragen haben.

Breiten Raum nimmt in der Ausstellung das Schützenwesen ein. So wird erläutert, warum der damalige Bürgermeister Terberger 1833 eine Schießordnung erließ, die das Schießen auf eine Scheibe und nicht mehr auf den Holzvogel vorschrieb. Orden, Ehrenzeichen und eine Uniform sind weitere Höhepunkte der Ausstellung, bei der auch eine Fuhle und das Wiefken nicht fehlen. Alte Karten und Bilder runden das Thema im Stadtmuseum ab.

Die Ausstellung wird noch bis September zu den Öffnungszeiten des Museums gezeigt.

Große Besucherschar beim Osterfeuer

Verfasst von R.Menebröcker, Dienstag, 23. April 2019, 17:33 Uhr in Allgemein.

Zahlreich strömten die Besucher am Abend des Ostersonntags wieder zu Rolincks Wiese, wo der Heimatverein traditionell das Osterfeuer entzündete. Der Brauch ist germanisch-heidnischen Ursprungs. In einem Brief von 751 von dem Missionar Bonifatius an Papst Zacharias  wird dieser Brauch beschrieben und gefragt, wie die Kirche damit umzugehen habe.

Auf Rolincks Wiese bildeten die Flammen ein eindrucksvolles Farbenspiel mit der untergehenden Sonne am wolkenlosen Himmel. Dazu verteilten die Frauen des Vereins gefärbte Eier, die von den Stadtwerken gesponsert wurden.  Für viele ist die Wiese am Ostersonntag auch Treffpunkt für ein geselliges Wiedersehen. Aufgrund der Trockenheit loderten die Flammen ruck-zuck gen Himmel. Traditionell sorgten die Kapellisten des Gymnasiums Arnoldinum für  den musikalischen Rahmen. Foto: Hilgemann

Alte Stemmerter Gasthöfe

Verfasst von R.Menebröcker, Samstag, 13. April 2019, 16:57 Uhr in Allgemein.

„Zur Geschichte der alten Gasthöfe und Wirtschaften in Burgsteinfurt“ – unter diesem Titel hat der damalige Stadtarchivar Prof. Dr. Karl Döhmann im September 1936 einen Beitrag im Steinfurter Kreisblatt / Burgsteinfurter Kreiszeitung veröffentlicht.  Anlass war die Kreisheimattagung und Tagung des Heimatbundes Münsterland am 5. und 6. September 1936. Döhmann hat dazu viele Informationen in den Archiven gesammelt und die Lage der zum Teil längst verschwundenen Wirtschaften ausfindig gemacht und sie zu einer zusammenhängenden Darstellung vereinigt.

 

Nazi-Zeit war kein Schwarz-Weiß-Modell

Verfasst von R.Menebröcker, Donnerstag, 28. März 2019, 08:22 Uhr in Allgemein.

„The Village of Hate“ bezeichnete die englische Zeitschrift „The Soldier“ Burgsteinfurt, nachdem Ende März 1945 alliierte Truppen die Stadt besetzt hatten. Dr. Willi Feld hat anhand von Einzelgeschichten aufgezeigt, wie sich der Nationalsozialismus in Burgsteinfurt ausbreitete und welchen Einfluss dies auf das Zusammenleben der Bürger hatte. Band 1 über „Burgsteinfurt während der NS-Zeit“  - so der Titel des Buches - ist erschienen. Dr. Feld stellte ihn am 26. März (Dienstag) in Auszügen in der voll besetzten Niedermühle vor.

Ereignisreiches Vereinsjahr 2018

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 13. März 2019, 15:44 Uhr in Allgemein.

Von Rainer Nix

Vorstand und Beirat des Heimatvereins.

Dem dauerhaften Verbleib des historischen Archivs der früheren Stadt Burgsteinfurt widmet sich seit kurzem eine neue Arbeitsgruppe des örtlichen Heimatvereins. Im Jahr 2016 erging der politische Beschluss, besagtes Archiv in die Borghorster Nikomedesschule umzusiedeln. „Dieser Beschluss wird auch umgesetzt“, betonte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Burgsteinfurt am 8. März  im MLH/Haus der Bürger. Dr. Peter Krevert stellte die Aktivitäten der Arbeitsgruppe „Stadtteilentwicklung Burgsteinfurt“ vor. „Der vorläufige Umzug des gesamten Archivmaterials in geeignete Räume wird von uns mitgetragen“, so Krevert. Allerdings werde der Umzug ausdrücklich als „vorläufig“ betrachtet. Die AG bemüht sich aktiv um ein neues Domizil in Burgsteinfurt, die Bürgermeisterin steht diesem Bestreben positiv gegenüber.

„Es wäre ja auch zu überlegen, das historische Stadtarchiv von Burgsteinfurt, das fürstliche Archiv, das Kreisarchiv, die historische Bibliothek des Arnoldinums, gegebenenfalls auch beide Kirchenarchive, zusammenzubringen“, zitierte Krevert aus einem Brief der Heimatvereins-Vorsitzenden Dr. Barbara Herrmann vom Februar dieses Jahres an die Bürgermeisterin. Die Arbeitsgruppe ist gern bereit, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an einer Lösungsfindung zu beteiligen.

„Es ist viel Leben im Verein“, hob Herrmann hervor und bedankte sich bei allen Heimatfreunden für ein „erfolgreiches, tolles Jahr“. Die Bibelfliesen, umgezogen vom historischen Rathaus in den ersten Stock der Hohen Schule, können dort in Kürze bewundert werden. Alle Vorbereitungen zur Eröffnung der Ausstellung sind getroffen. Die fünften Steinfurter Geschichtstage im Herbst thematisieren „80 Jahre 2. Weltkrieg“. Die Fachhochschule Münster und Professor Uvo Hölscher schenkten dem Heimatverein Anfang 2018 eine umfangreiche Sammlung medizinhistorischer Geräte und Instrumente. Mitte des Jahres wurde der Schenkungsvertrag im Beisein der Bürgermeisterin und einem Vertreter des Präsidiums der Fachhochschule in den neuen Magazinräumen im Arnoldinum unterzeichnet.

Beim Tagesordnungspunkt „Wahlen zum Beirat“, stimmte die Versammlung eindeutig zum wiederholten Male für Gottfried Bercks, Ulrich Kraaibeek, Theo Schneuing und Jan-Hendrik Kerkhoff. Die Kassenprüfer Burkhard Breimhorst und Hermann Albers bescheinigten Schatzmeister Wilfried Bußmeyer eine tadellose Kassenführung. Breimhorst wurde aus seiner Funktion verabschiedet, als neuen Kassenführer begrüßte die Vorsitzende Johann Nefigmann.

Zahlreiche Höhepunkte des abgelaufenen Vereinsjahres ließ Beiratsmitglied Rainer Menebröcker in seiner Bilderschau noch einmal lebendig werden. Dazu gehörten das traditionelle Grünkohl- und Buchweizenpfannkuchenessen ebenso wie aufschlussreiche Vorträge, Fahrten und weitere Aktivitäten der zahlreichen Gruppen.

Ulrich Kraaibeek im Gespräch mit der Vorsitzenden.

Ein Höhepunkt des Tages war das Interview der Vorsitzenden mit Ulrich Kraaibeek, dem „Verbindungsmann“ zur Historischen Bibliothek des Gymnasiums Arnoldinum. Der Lehrer für Geschichte, Evangelische Religion und Mathematik erläuterte unter anderem Wissenswertes zur Hohen Schule, die im Jahr 1588 von Graf Arnold IV. gegründet wurde. An der ersten reformierten Universität Westfalens wurden bis zu ihrer Schließung im Jahr 1811 die Fächer Theologie, Jura, Philosophie und Medizin gelehrt.

Aus ihr ging die Historische Bibliothek hervor, die heute im Arnoldinum beheimatet ist. Kraaibeek ist der „Custos“ (Wächter) dieser Bibliothek, die aus der Zeit von 1588 bis 1811 insgesamt 1880 Bände mit mehr als 2600 Titeln enthält. Sie ist eine der vier bedeutendsten Gymnasialbibliotheken Nordrhein-Westfalens.

Den Abschluss der Versammlung bildete ein dreieinhalbminütiger informativer Film über die historische Bibliothek, der in Kürze auf dieser Heimatvereins-Homepage abrufbar ist.

 

 

 

Für Erlebnisfahrt jetzt anmelden

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 11. März 2019, 08:14 Uhr in Allgemein.

Auf Entdeckertour nach Holland, ins Land der Gezeiten und Landgewinnung, geht in diesem Jahr die Sommerfahrt des Heimatverein Burgsteinfurt vom 17. bis zum 20. August.  Die Vorbereitungen der Organisatoren sind abgeschlossen.

Auf dieser viertägigen Tour wird in Nordholland in einem guten Mittelklassehotel übernachtet. Von dort geht es dann an zwei Tagen auf große Besichtigungs- und Erlebnisfahrt. Geplant sind Fahrten durch die Poldergebiete, Besuch der bekannten Käse-Stadt Alkmaar, ein Abstecher auf das Ijsselmeer und weitere interessante Ziele, um Land und Leute kennenzulernen. Hierfür steht ein erfahrener Reiseleiter vor Ort als Begleiter zur Verfügung. Für die Hin- und Rückfahrt wurden ebenfalls interessante Besuche ausgewählt.

Der Fahrpreis incl. erweiterter Halbpension liegt bei ca. 360,00 € je Person; hinzu kommt ein Aufschlag für ein Einzelzimmer von 60,00 €.  Einzelzimmer stehen allerdings nur in geringer Anzahl zur Verfügung.

Verbindliche Anmeldungen für diese Fahrt können ab dem 18. März 2019 im Provinzial Büro Lindhof-Kolthoff in Burgsteinfurt persönlich oder unter Tel.-Nr. 02551-14920 erfolgen. Nach der Anmeldung gibt es dann ausführliche Informationen zur Fahrt.

"Viele Schäden wären vermeidbar"

Verfasst von R.Menebröcker, Freitag, 1. Februar 2019, 10:52 Uhr in Allgemein.

 „Viele Patienten erleiden vermeidbare Schäden bei der Gesundheitsversorgung“. Dies erklärte Prof. Dr. Uvo Hölscher (Bild) am Dienstagabend in der Niedermühle. Der Referent, langjähriger Hochschullehrer im Bereich Medizintechnik der Fachhochschule Münster und Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit, informierte in seinem Vortrag zum Thema „Patientensicherheit und Medizintechnik“ in einer gemeinsamen Veranstaltung des Heimatvereins Burgsteinfurt und des Kulturforums über die Gefahren beim Einsatz von Medizintechnik am Patienten.

„Menschliche Fehler sind häufiger als das Versagen der Technik,“ so seine Einschätzung. In der Medizintechnik sei es jedoch schwer, Fehler fördernde Ursachen zu finden. Zudem würden viele Fehler geheim gehalten, das Meldewesen erfolge nur herstellerbezogen, schließe aber Anwendungsfehler nicht ein. In Europa und Deutschland gehe in der Gesetzgebung immer noch Herstellerschutz vor Patientenschutz.

Weiter kritisierte Hölscher systemische Mängel in Gesetzen und Verordnungen sowie das mitunter lückenhafte Risikomanagement in Krankenhäusern. 65 Behörden seien für die Überwachung von Herstellern und Krankenhäusern zuständig.

„Leider gibt es auch Normen, deren Festlegungen Patienten stärker gefährden als notwendig“, so der Referent weiter und bemängelte außerdem Defizite in der EU-Richtlinie für Medizinprodukte. Häufig fehlten Einweisungskonzepte der Hersteller, die Schulungen seien unvollständig und es werde nicht auf Restrisiken hingewiesen.

Patientensicherheit definierte der Referent als Reduktion des Risikos vermeidbarer Patientenschäden auf ein akzeptables Minimum. Patientensicherheit sei das Ergebnis vieler Faktoren wie sicherheitsfördernder Gesetze, Verordnungen und Behördenpraxis, sicherer Medizinprodukte, einem effektiven Risiko-Management in den Gesundheitseinrichtungen sowie einer sicherheitsbewussten Versorgungspraxis. Alle Faktoren können noch im Sinne der Patientensicherheit verbessert werden.

„Am besten bleibt man gesund“, so Hölschers unter Schmunzeln vorgebrachter Tipp zum Abschluss.

Regionale Spezialitäten kamen auf den Tisch

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 21. Januar 2019, 12:21 Uhr in Allgemein.

Text und Foto: Hermann-Josef Pape

Zur Brauchtumspflege des Heimatvereins Burgsteinfurt gehört seit Jahrzehnten das Buchweizenpfannkuchenessen zu Beginn eines neuen Jahres. Mit diesen Worten begrüßte dessen  Vorsitzende Dr. Barbara Herrmann zahlreiche Heimatfreunde zum traditionellen Delikatessessen im Landgasthof Teepe. Das Jahresprogramm und die Entwicklungen im Bereich zweier neuer Themenfelder des Heimatvereins, den Bibelfliesen und der Medizin-technologischen Sammlung stellte die Vorsitzende vor. Dann servierte der Küchenchef Hermann Teepe nach altem Rezept für seine Gäste neben Buchweizenpfannkuchen mit Speck und Zwiebeln, Mehlpfannkuchen mit und ohne Äpfel zum selbst gebackenen Brot. Anschließend präsentierte Hermann-Josef Pape eine Rückschau des Events "Steinfurt anno 1604" aus dem vergangenen Sommer. Mit vielen Fotos ließ er eine längst vergessene Zeit wieder aufleben.