Heimatverein Burgsteinfurt e.V. 


Neujahrskuchenrezepte


verschiedene Rezepte der Neujahrskuchen aus den Steinfurter Bauerschaften

 

man nehme ...

 

 

Die Gewürze  zum Backen von Neujahrskuchen:

 

Rezept 1

 

25 Pfund Mehl
10 Pfund Zucker
300 gr. Anis ganz
100 gr. Sternanis (gemahlen)
50 gr. Zimt (gemahlen)
20 gr. Koriander
20 gr. Kardamom
600 gr. Margarine
600 gr. Öl
2 große Dosen Milch (Kaffeemilch)
10 Eier
Wasser nach Bedarf

Anis in einer Pfanne leicht anrösten,
dann mit der Hand reiben und die Stiele ausblasen,
Mehl, Zucker und Gewürze gut vermischen,
Margarine schmelzen und zusammen mit ÖL, Eiern
und Milch zugeben und zum Teig verkneten.
Mit Wasser die richtige Konsistenz einstellen.

 

Anis

Bild 1 - Anis

Anis ist eine alte Heilpflanze und stammt vermutlich aus dem Orient. Heute wird sie im Mittelmeerraum angebaut. Anis ist ein Gewürz zum Backen und zur Herstellung von Likör wie z.B. Pernod, Raki, Ouzo und Sambuca. Anis ist auch eine Heilpflanze gegen Erkältungskrankheiten und Magenbeschwerden.
 

Rezept 2

 

10 kg Mehl
4 kg Zucker
20 Eier
500 gr. Butter
500 gr. Margarine
2 l Wasser
8 Päckchen Vanillezucker
200 gr. Anis ganz
120 gr. Anis gemahlen
120 gr. Sternanis
80 gr. Zimt

ergibt ca. 800 Stück

Kardamom

Bild 2 - Kardamom

Kardamom oder Cardamom kommt aus Sri Lanka oder Indien. Er schmeckt süßlich und wird verwendet zum Backen. Es gibt auch einen Kardamom-Kaffee und Kardamom ist Bestandteil vieler Curry-Gewürzmischungen.
 

Rezept 3 (ähnlich, nur je Zutat etwas weniger)

 

3 Pfund Mehl
750 gr. Zucker
300 gr. Butter
3 Eier
30 gr. Anis ganz
9 gr. Anis gemahlen
9 gr. Sternanis
9 gr. gemahlener Zimt
350 gr. Wasser

 

Koriander

Bild 3 - Koriander

Koriander stammt aus dem Mittelmeerraum Er schmeckt angenehm würzig und wird in der Weihnachtsbäckerei getrocknet und gemahlen für Lebkuchen verwendet.
 

Rezept 4 (Rezept von Ingrid König)

 

2500 gr. Mehl
1250 gr. Zucker
5 Eier
1/2 l. Wasser
1/2 l. Milch
500 gr. Margarine
50 gr. Anis gemahlen
50 gr. Sternanis gemahlen
50 gr. ganze Aniskörner
50 gr. gemahlener Zimt
10 gr. Nelken
5 Päckchen Vanillezucker

 

Nelken

Bild 4 und Bild 5 - Nelken

Die Nelkenbäume wachsen auf den Philippinen, Sri Lanka, Madagaska und Sansibar, denn sie brauchen tropisches Klima. Nelken duften sehr stark und sollten deshalb vorsichtig eingesetzt werden. In der Weihnachtsbäckerei geben Nelken den Plätzchen, dem Glühwein oder Punsch einen typischen Duft.
 

Rezept 5

 

5 kg Mehl
2,5 kg Zucker
1 kg Butter flüssig
6 Eier aufschlagen und verrühren
1,5 l. Milch
40 gr. Sternanis
42 gr. Anis gemahlen
15 gr. Zimt
3 P. Vanillezucker

 

Sternanis

Bild 6 und Bild 7 - Sternanis

Der immergrüne Baum wird 7 bis 10 m hoch und wächst in China, Thailand, Japan, Vietnam, Jamaika und auf den Philippinen. Die sternförmigen Früchte werden geerntet und gemahlen verwendet. In der Weihnachtsdekoration verwendet man auch ganze Früchte.
Man verwendet Sternanis wie Anis. Er ist Teil vieler Gewürzmischungen und wird häufig für Plätzchen oder Lebkuchen verwendet. Auch im Glühwein oder Punsch wird Sternanis verwendet.
 

Rezept 6 in zwei Varianten

A)
15 pfd. Mehl
6 pfd. Zucker
2,25 pfd. Butter
12 Eier
8 P.Vanillezucker
75 gr. Anis
75 gr. Sternanis
75 gr. Zimt
2,25 l Wasser und Milch (je 1/2)



B)
20 pfd. Mehl
8 pfd. Zucker
3 pfd. Butter
16 Eier
10 p.Vanillezucker
100 gr. Anis
100 gr. Sternanis
100 gr. Zimt
3 l. Wasser / Milch je 1/2


Rezept von Ilse Hörchner und Gudrun Elfers, ursprüngl. von Else Hüsing

Zimt

Bild 8 - Zimt

Zimt wird aus der Rinde des Zimtlorbeerbaumes gewonnen. Es ist eines der ältesten Gewürze und kommt häufig aus China oder von den Seychellen. Häufig wird Zimt zusammen mit Zucker verwendet. Neben Milchreis, Quarkspeisen, Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen kann man Zimt auch für Getränke wie Punsch und Glühwein verwenden.
 

Bild 9

 

Bezugsquellen der Gewürze


Die Gewürze kann man in Drogerien nach Bedarf / Rezept speziell abgewogen erhalten. Dort hat man die Gewähr, dass nur reine und frische Gewürze verwendet werden. In Steinfurt kann man zum Beispiel in der Burg-Drogerie Dolezich-Müller die Gewürze in kleinen Tütchen abgewogen erhalten.

 

Wir danken Frau Dolezich-Müller für ihre Hilfe bei dieser Vorstellung der Zutaten.

 

Rezept 7  (Rezept von Amalia und Heinz Pöpping, Elte)

 

760 gr. Mehl

340 gr. Zucker

100 gr. Butter

2 Eier

2 P. Vanillinzucker

30 gr. frisch gemahlener Zimt

1 TL gemahlener Koriander

1 TL gemahlene Nelken

1 Messerspitze gemahlene Muskatblüte

270 ml Milch

 

Zubereitung:

Die Milch zusammen mit Zucker, Vanillinzucker und  Butter erwärmen und dabei ab und zu umrühren, bis sich Zucker und Butter aufgelöst haben. Aber Vorsicht, die Flüssigkeit darf auf gar keinen Fall kochen!

Das Ganze abkühlen lassen, und wenn die Flüssigkeit nur noch handwarm ist, werden die Eier hineingerührt.

 

Das Mehl mit den gemahlenen Gewürzen in einer großen Schüssel mischen, die Flüssigkeit hinzugießen und alles zu einem glatten zähen Teig kneten. Den Teig erkalten lassen, anschließend die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und 24 Stunden an einem kühlen Ort ruhen lassen.

   

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

wenn Sie noch weitere Rezepte für die traditionellen Neujahrskuchen kennen und diese Liste damit erweitern möchten, nehmen Sie doch bitte mit uns Kontakt auf!

 

Ein herzliches Dankeschön im Voraus!

 

Wird fortgesetzt

 

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Rezepte 1 - 6 zusammengestellt von Petra Weiner

Rezept 7: Amalia und Heinz Pöpping (Elte)

Text und alle Fotos: Petra Weiner