Heimatverein Burgsteinfurt e.V. 

24. Osterausstellung der Heimatvereine Burgsteinfurt und Horstmar

 

im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt vom 23. März bis 08. April 2009

 

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Bild 57 - Bericht im Steinfurter Kreisblatt am 24.03.2009; Text und Fotos Dirk Drunkenmölle

 

 

 

Teil 3 - Die Ausstellung

 

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Der Hase – Symbol für Christus

Im Urtext der Bibel kommt der Hase zwar nicht vor, dort ist vielmehr die Rede vom Klippdachs, aber alle abendländischen Übersetzungen sehen im Klippdachs das Kaninchen oder den Hasen. Damit heißt es dann im 18. Vers des 104. Psalm:
„Die hohen Berge sind der Menschen Zuflucht und die Steinklüfte (sind) der Hasen (Zuflucht). "

Und der 26. Vers in den Sprüchen 30 lautet:
„Die Hasen - ein schwaches Volk: dennoch bauen sie ihr Haus in den Felsen. "
Dieser Fels aber ist Symbol für Gott und für Christus, denn im Loblied des Mose (5. Mose 32, 4) heißt es:
„Preist die Größe unseres Gottes! Er hegt: Der Fels. Vollkommen ist, was er tut. "

Und in Davids Dankgebet (2. Samuel 22, 2) klingt es:
„Herr, Du mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, mein Fels, bei dem ich mich berge. "

Schließlich schreibt Paulus im 1. Brief an die Korinther (10, Vers 4).
„Sie (unsere Täter) tranken aus dem lebensspendenden Felsen. Und dieser Fels war Christus. "

Damit wird der Hase zum Symbol für den schwachen, den ungläubigen, den sündigen Menschen, der auf dem Felsen, also bei Christus Zuflucht findet. Und dadurch wird der Hase zum Symbol für Christus.

Hase als Fruchtbarkeits- und Auferstehungssymbol

Hasen waren bereits im Altertum Sinnbild für Fruchtbarkeit, Zeugungskraft und Lebensgier, denn seine Fruchtbarkeit - sich vermehren wie die Hasen (Kaninchen) - ist heute noch sprichwörtlich, denn schon im ausgehenden Winter werden die „März"-hasen geboren, was ihn zum Sinnbild des Lebens machte, das den (Winter-)Tod überdauerte. Doch schon der Kirchenvater Ambrosius (373 Bischof von Mailand) sah im Hasen ein Symbol der Auferstehung „wegen der mit der Jahreszeit wechselnden Färbung", heißt es doch in Predigten jener Zeit:

„Der Hase legt im Winter sein braunes Fell ab und bekommt ein weißes Kleid, so wird auch der erdverhaftete Mensch bei der Taufe mit dem weißen Gewand bekleidet, es wird ihm der neue Mensch übergezogen".

Daher findet man auch bereits ab dem 3. Jh. in manchen Taufkapellen Darstellungen von weißen Hasen. Spätestens seit dem späten Mittelalter aber weiß man, dass diese Farbänderung des Fells nicht stimmt. Daher tritt ab dann an die Stelle des weißen Hasen ein weißes Kaninchen, z. B. auf dem Marien-Altar des Hans Baldung Grien im Münster zu Freiburg im Breisgau.

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Dreihasenbild als Symbol der Trinität

Auf alten Schöpfungsbildern findet man den Hasen entweder als Gottessymbol;

als Symbol für den flüchtigen Menschen

oder eben auch noch als Fruchtbarkeitssymbol.

 

In der mittelalterlichen Darstellung ist dies weiterentwickelt zum Symbol des Lichtes, zum Christussymbol und vor allem auch zum Symbol der Auferstehung.

 

- Zur höchsten Vollendung wurde das Hasensymbol für den christlichen Glauben im Mittelalter durch das sog. Dreihasenbild. Es stellt drei laufende Hasen dar, die mit den Läufen nach außen so angeordnet sind, dass ihre sechs Ohren sich zu einem Dreieck von nur drei abgebildeten Ohren verbinden - so ist es dann Sinnbild für die Trinität.
 

 

Der Osterhase

Aus mythologischer Sicht muss man beachten, dass der Hase das Tier der Liebesgöttin Aphrodite gewesen ist.

 

Und bei den Germanen war er Begleiter der germanischen Erdgöttin Holda, der er auf nächtlichen Umzügen mit der Kerze voranleuchte, von den alten Griechen und Römern wurde er als Fruchtbarkeitssymbol wegen der hohen Nachkommenschaft betrachtet.

 

Man war der Meinung. wenn man ihn äße (als Mann oder Frau), würde sich diese Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit auf den betreffenden Menschen übertragen. Man kann sich vorstellen, wie viele Hasen aus diesem Gedanken heraus im Kochtopf landeten.

 

Der Spieß wurde jedoch im 8. Jahrhundert umgedreht, als die heilige Kirche diesen Aberglauben als unzüchtig, verrucht und als Teufelswerk ansah und den Verzehr Meister Lampes im Jahre 755 verbot.

 

Ob sich daran einer gehalten hat?

 

Belegt ist unser Freund jedoch wiederum 1600, beispielsweise in alten Kochbüchern, nämlich als heißer Tipp als Osterbraten.
 

 

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Pressebericht:

Bild 57: Bericht im Steinfurter Kreisblatt am 24.03.2009; Text und Fotos Dirk Drunkenmölle 

Fotos: Heribert Schwarthoff (Bild 58); Willi Tebben (Bild 59); Gisela Tebben (Bild 60, 61)